Die Vorstellung eines neuen Hochschullehrers



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Heutzutage ist es üblich, dass die Posten der Lehrbeauftragten an den deutschen Universitäten nach sehr strengen Kriterien vergeben werden.

 Heutzutage ist es üblich, dass die Posten der Lehrbeauftragten an den deutschen Universitäten nach sehr strengen Kriterien vergeben werden. So gibt es Gastvorträge und verschiedene andere öffentliche Auftritte, in denen sich die zur Verfügung stehenden Lehrbeauftragen unter Beweis stellen müssen. Ist die Entscheidung durch den Hochschulrat gefallen, so darf sich der oder die Auserwählte mit Hilfe einer sog. Antrittsrede vorstellen bzw. seinem neuen Arbeitgeber präsentieren.
 
Eine solche Antrittsrede muss von den baldigen Professoren oder Professorinnen genau vorbereitet werden. Sowohl die Stadtväter der Universitätsstadt als auch die Kollegen und Kolleginnen, aber auch interessierte Studenten und Studentinnen können sich die Antrittsrede anhören. Meist wird dieser Festakt in einem der alten Universitätsräume abgehalten und ist auch aus diesem Grund besonders feierlich.
 
Die Antrittsrede eines Professors oder einer Professorin ist mithin der erste Eindruck, den sich die Zuhörer von der Person machen können. Umso wichtiger ist es, dass die Rede nicht langweilig ist sondern informativ und – wenn möglich- auch unterhaltsam. Vor allem das letztere Kriterium erweist sich meist als sehr schwierig.
 
Für eine Antrittsrede wird in der Regel ein Zeitraum von ca. vier Wochen eingeplant. In dieser Zeit müssen sich die Redner darauf vorbereiten. Die meisten nehmen dabei Themen aus ihren Doktorarbeiten oder den Habilitationsschriften auf. Dies ist ein bekanntes Territorium und die Antrittsrede gelingt dementsprechend leichter. Viele Themen lassen sich auch mit aktuellen Tagesereignissen verbinden, so dass die Rede nicht allzu auswendig gelernt wirkt. Wichtig ist, dass die Antrittsrede einigermaßen frei vorgetragen wird. Ein paar Karteikarten sind erlaubt, doch das stetige Ablesen von Zetteln wird die Zuhörerschaft sicherlich verärgern. Bei einer Rede ist es nämlich besonders wichtig, dass man den Augenkontakt mit den Zuhörern hält; dies verstärkt die allgemeine Aufmerksamkeit. Darüber hinaus ist es von Vorteil, wenn sich der Redner auch wohl fühlt. Passende Kleidung können ein erster Schritt in die richtige Richtung sein.



Autor: Elizabeth Bourne



 

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