Die Bezeichnung Schutzgas steht für ein Gas oder ein Gemisch aus mehreren Gasen, die die Luft verdrängen sollen. Insbesondere Sauerstoff soll in vielen Fällen verdrängt werden.
Die Bezeichnung Schutzgas steht für ein Gas oder ein Gemisch aus mehreren Gasen, die die Luft verdrängen sollen. Insbesondere Sauerstoff soll in vielen Fällen verdrängt werden. Benötigt werden solche Gase beispielsweise in der Lebensmittelindustrie. Lebensmittel sollen in ihren Verpackungen vor dem Sauerstoff der Luft bewahrt werden, damit sie nicht mit diesem reagieren können. Außerdem ist der Schutz vor Bakterien von großer Bedeutung. Es wird eine Art Atmosphäre aus Schutzgas erzeugt. Dieses ist geruchlos, geschmacklos und farblos. Durch die natürlichen Eigenschaften ist es völlig unbedenklich. Meist kommen Gase wie Kohlendioxid und Stickstoff als schützendes Gas für Lebensmittel zum Einsatz. Es handelt sich dabei nicht um Zusatzstoffe. Aus diesem Grund werden diese gase auch nicht auf der Verpackung vermerkt.
Eine wichtige Bedeutung kommt den Schutzgasen beim Vorgang des Schweißens zu. Damit wird verhindert, dass die Materialien oxidieren, indem der Sauerstoff der Luft von ihnen ferngehalten wird. Dazu werden verschiedene Gasgemische verwendet, die standardisiert sind und einer Klassifizierung mittels EU-Norm unterliegen. Enthalten können sie Gase wie Argon, Helium, Sauerstoff, Kohlendioxid, Wasserstoff und Stickstoff. Beim Schweißen von Metallen wird generell immer Schutzgas verwendet. Bei Leichtmetallen, wie beispielsweise Magnesium, ist dies besonders wichtig, um eine Korrosion oder Verbrennung, die durch Sauerstoff ausgelöst werden kann, zu verhindern. Schutzgas spielt auch in der Härtetechnik eine Rolle. Wenn Stahl gehärtet wird und mit Sauerstoff in Berührung kommt, besteht die Gefahr, dass das Metall durch das Gas verändert wird. Als Schutzgas kommen Stickstoff und Wasserstoff zum Einsatz. Unnötige Rückstände, die anschließend aufwendig entfernt werden müssten, werden verhindert. Eine glänzende und blanke Werkstückoberfläche ist das Ergebnis dieses Vorgangs.
Schließlich findet das Schutzgas weiterhin Anwendung in der Elektrotechnik. Dabei muss in der Umgebung von Schaltkontakten die Leitfähigkeit minimiert werden, was nur mit Hilfe der Schutzgase möglich ist. Ziel ist die Funkenlöschung. Das heißt es kann kein Lichtbogen entstehen beziehungsweise der entstandene Lichtbogen bringt schnell wieder zusammen.