Um die Bilanz von Investment Property zu berechnen, verwendet man den International Accounting Standard 40 – abgekürzt IAS 40.
Um die Bilanz von Investment Property zu berechnen, verwendet man den International Accounting Standard 40 – abgekürzt IAS 40. Es handelt sich beim International Accounting Standard 40 um einen Rechnungslegungsstandard des IASB – des International Accounting Standard Boards – mit dem man errechnen kann, wie viel Gewinn ein Investment Property abwerfen kann. Unter Investment Property versteht man Sachanlagen, wie zum Beispiel Grundstücke oder Immobilien, die nicht zur direkten Nutzung gehalten werden. Investment Property soll stattdessen Gewinne über Mieteinkünfte und Wertsteigerung erzielen und ist somit eine Finanzinvestition. Alle Sachanlagen, die in der Produktion, der Dienstleistung oder der Verwaltung, etc. genutzt werden, gelten nicht als Investment Property und werden auf eine andere Weise bilanziert.
Für die Bewertung eines Investment Property zieht man zunächst einmal die Anschaffungskosten, bzw. die Herstellungskosten heran. Auch eventuelle Transaktionskosten müssen hierbei berücksichtigt werden. Man nennt diesen Schritt auch Erstbewertung und er ist beim Investment Property gleich mit den Erstbewertungen anderer Sachanlagen. Als nächster Schritt kommt die Folgebewertung und diese unterscheidet sich beim Investment Property deutlich von der Folgebewertung normaler Sachanlagen. Während Sachanlagen für gewöhnlich über ihre Nutzungsdauer hinweg abgeschrieben werden, kann man Investment Property zum sogenannten Fair Value – auf Deutsch Zeitwert – bewerten. Hierbei werden Gewinne und Verluste sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Es handelt sich bei der Bewertung von Investment Property über den Fair Value nur um eine Alternative zu der herkömmlichen Methode und diese kann auch weiterhin angewendet werden. Entscheidet man sich für die Bewertung des Investment Property anhand des Fair Value, muss man bei dieser Methode bleiben und darf höchstens einen Wechsel vornehmen, wenn dadurch der Einblick in die Vermögenslage verbessert wird. Das Problem beim Fair Value ist, dass häufig der Eindruck ersteht, der bilanzielle Wert des Investment Property sei auch der tatsächliche Wert, bzw. das Eigenkapital. Man darf den Fair Value nicht mit einer Unternehmensbewertung gleichsetzen.